Kapuzinerkloster 1892-1994

1892 die ersten Kapuziner wurden angesiedelt im Haus links neben dem ehemaligen Klostergelände

Arbeitskalender der Patres so wusste jeder wo er Dienst machen sollte.

Kloster um 1905 Postkarte

Bild ca. 1968
Reliquienschrein der Hl.Elisabeth v.Thüringen Patronin der Gemeinde
Schrank zur Aufbewahrung der Kelche der einzelnen Priester und Wäscheschrank fü die Untergewänder.
Steht jetzt auf der ehem. Orgelempore der Kirche.

Kapuzinerkloster 1892- 1994

1892 die ersten Kapuziner wurden angesiedelt im Haus links neben dem ehemaligen Klostergelände

2019  begangen wir in einer Andacht das 125 jährige Jubiläum der Grundsteinlegung der Kirche.

Im Gebäude vor dem Kloster war die Keimzelle der Inrather Kapuziner

Auf dieser Tafel konnten die Priester sehen wann sie und wo sie Dienst haben

Kloster um 1905 Postkarte
Bild ca. 1968
Reliquienschrein der Heiligen Elisabeth von Thühringen
Schrank der alten Sakristei , dort wurden früher für die Priester ihre Kelche aufbewahrt , steht jetzt auf der ehem. Orgelempore.

Uwe Rast

Die Töpferei von Uwe Rast befand sich auf der Inrather Strasse 645.    Dort lebte der Künstler mit seiner Familie.
Er wirkte in dem wunderschönen alten Hof genannt auch Rangshof der schon seit über 500 Jahren dort steht.

Wenn man in hineinging, meinte man in der früheren Zeit zurückgekehrt zu sein.
Mitten im Flur ein Ofen in offener Bauweise mit alten Eisenplatten an der Wand worüber sich der Kamin erhebt der von Fachwerk  eingebunden ist.

Uwe Rast wurde 1931 in Erfurt geboren und kam 1961 mit seiner Frau Antje zu uns  ans Inrath.
Seine Ausbildung führte ihn über ein Graphik und Designstudium in Kiel und Wien zum Studium der Keramik an der Werkkunstschule Krefeld.
Den vielen kleineren und größeren Ausstellungen folgte auch die Offizielle Anerkennung: Der Staatspreis für Keramik des Landes Nordrhein-Westfalen 1979
Überreicht durch den Langjährigen Landesvater Johannes Rau.

schale-30-cm-kupferreduktionsglasur-staatspreis-1979-uwe-rast         Schale mit Ochsenblut 

Rast nannte sich nicht Keramiker oder Künstler sondern einfach nur Töpfer .

Ein alter deutscher Begriff.  Es war nachher nicht der Reiz der verschiedenen Formen des Tones sondern seine vielfältige Glasur .Er dachte früher, er mache nur Töpfe oder Vasen usw. bis er merkte er das ihn die Faszination der Glasuren auf den verschiedenen Formen mehr zusagte und es nach vielen versuchen auch schaffte die Glasur des Ochsenblutes nicht nur in der Keramik hinzubekommen , nein sondern auch auf die Äußere Seite.

Uwe Rast verstarb 2009 

Wir bedanken uns für die Genehmigung der Veröffentlichung von Bildern  und Daten bei seiner Frau und Familie.

dsc_3427 dsc_3432 dsc_3443 dsc_3469 dsc_3502 dsc_3533 dsc_3543 dsc_3555 dsc_3588   

Zum Gedenken an …Anton Sattler, Malermeister „ Maler des Inraths“

Anton Sattler

zuletzt wohnhaft Inrather Str. 367(früher:“Horsthof“,Wohnsitz d.Sattlers) 

geboren:         15.10.1883 in Kruft Krs. Mayen         verstorben:     24.07.1963 in Krefeld

Anton Sattler, bei Mayen in der Eifel geboren, kam schon im Alter von einem Jahr nach Krefeld und fand hier am Inrath seine wahre Heimat, die er sich zutiefst verbunden fühlte.

Er machte die Bekanntschaft mit der Seidenindustrie, ehe er die Kunstgewerbeschule besuchte und dann als Dekorations- und Kirchenmaler tätig war.
Vor allem sah er seine Aufgabe darin, die ursprüngliche Landschaft des Krefelder Raumes im Bild zu erhalten, zumal der Stadtteil  Inrath mit seinen teils  jahrhunderte alten Höfe für ihn eine dankbare Fundgrube der Motive und Stimmungen war ( aus: WZ 1963).Viele  Gemälde bzw. Zeichnungen sind  meines Wissens  auch  im Privatbesitz. Das Stadtarchiv hat zudem sehr viele  Gemälde  in seiner Bildsammlung (etwa 40 Dias)  dokumentiert. Kopien der Bilder sind in der  Sammlung R. Knuppertz vorhanden.

 „Die bevorzugten Motive seiner Bilder waren die alten Bauernhöfe, Katen, Handwerks- und Weberhäuser des Inraths. Aber auch die Bruchlandschaft östlich des Inraths und der weitere Niederrhein gehörten dazu .

Museumsdirektor  Dr.Albert Steeger wurde auf ihm aufmerksam und  erteilte Anton Sattler den Auftrag, für das Heimatmuseum Linn eine Sammlung von Bildern und Zeichnungen  verschiedener Gebäude am Inrath zu malen bzw. zu zeichnen, die später durch die Stadt Krefeld  für das Museum angekauft wurden (1959, insgesamt 15 Gemälde, Aquarelle und Pastelle).

Auf Grund seiner Heimatliebe zu seinem Inrath wurde ihm der Titel eines „heimlichen
Bürgermeisters“verliehen , vor allem auch deshalb, weil er auch auf Vereinsebene unermüdlich tätig war  z.B. an Laienspielgruppen, im früheren Schützenverein Diana, Inrather  Karneval z.B.“KG Fidele
Jröine Jonges“ u.v.m.“(Quelle: Stadtteil-Buch Inrath 2005, Seite 357-360).
Nach seinem Tod  am 24.07.1963 fand  am 15.10. im großen Kreis von Freunden im Saal des Kulturamtes  eine kleine Feier und Ausstellung zum leider nicht mehr vollendeten  80. Geburtstag von Anton Sattler statt. Ernst Tapper, bekannter Kaufmann und zugleich ein Heimat- und Familienforscher, würdigte in schönen Worten die Verdienste Anton Sattlers. Er führte den Freunden des Malers noch einmal Wesen und Können vor Augen und bekannte sich zu den nicht hoch genug  zu schätzenden Verdiensten dieses Mannes (aus: WZ 1963).

 Im Extra-Tipp vom 24.Nov.1996 erschien ein Artikel über die Eröffnung der“ Anton-Sattler-Stube“ im „Haus Inrath“ durch den damaligen Oberbürgermeister Pützhofen. Hier wurde eine Fülle von Bildern und Zeugnissen dieses so bekannten Inrather Malers ausgestellt. Es wurde in diesem Artikel vermerkt, daß  die meisten Werke im Museum Burg Linn zu besichtigen sind.

Diese Stube existiert  seit langem nicht mehr, die  Exponate werden wohl im Museum Burg Linn deponiert sein .
Nach der Ehrenmitgliedschaft  durch die  Malerinnung  1957  wurde im Jahre 1979 eine Krefelder Straße nach Anton Sattler benannt-Sattlerdyk- ,siehe Kartenmaterial  „Schild-Bürger“ vom Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen der Stadt Krefeld (aus: WZ 10.10.2009).

Rudi Knuppertz

Stratter Hof

Inrather Straße

H29
1476 “Gadert ter Srater ” Der Hof ist ein ganzes Lathengut und schuldet der Abtei zu Meer jährlich 2 Malter Hafer ein Zinshuhn , ein Fastenabendhuhn 3Albus , außerdem Kurmud.

Ein Peter Strater erscheint im Lagerbuch als ältester Besitzer. Am 21.10.1660 ist Meus /Mevis behandet worden. Er starb um 10.5.1698.
Ab 1699 hat Philip Strater die Kurmud entrichtet . A 26.3.1735 verstarb Philip Strater .
Am 30.8.1736 ist Kurmud geleistet worde und Peter Strater wurde behandigt.

Stratter , Peter get. 17.5.1711 Sohn von Philipus Strater 14.12. 1743 verh. mit Entgen Kuipers von Neukirchen die am 11.110.1763 im alter von 83 Jahren als Frau Peter Strater stirbt.
Nach dem Tod von Peter Strater am 26.8.1784 wurde Kurmud gezahlt und zur neuen Hand an Gerard Strater als Sohn von Johannes Strater und Cattharina Keuten gegeben.

H30
Stratter ,Gört
get. 28.10. 1674 (Sohn von Mevis auff Strater verst. 5.5.1750 verh. 8.9.1717 mit
Gerdgen Weyer aus Süchteln.
Quelle : Aus Die Heimat Jahrgang 29/ Nov. 1958 S.53